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Wunschloses Unglück
Suhrkamp Verlag
96 Seiten
EUR 7,00

Persönliche Bewertung:
3,8/5 (10)

Eignung für Lesekreise:
0/5


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Wunschloses Unglück

»Unter der Rubrik VERMISCHTES stand in der Sonntagsausgabe der Kärntner Volkszeitung folgendes: ›In der Nacht zum Samstag verübte eine 51jährige Hausfrau aus A. (Gemeinde G.) Selbstmord durch Einnehmen einer Überdosis von Schlaftabletten.‹

Es ist inzwischen fast sieben Wochen her, seit meine Mutter tot ist, und ich möchte mich an die Arbeit machen, bevor das Bedürfnis, über sie zu schreiben, das bei der Beerdigung so stark war, sich in die stumpfsinnige Sprachlosigkeit zurückverwandelt, mit der ich auf die Nachricht von dem Selbstmord reagierte.«  (Anfang des Buches)

Über Peter Handke

Peter Handke ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Übersetzer und einer der bekanntesten zeitgenössischen österreichischen Autoren.

Peter Handke wird am 1942 in Kärnten / Österreich geboren. Die Familie mütterlicherseits gehört zur slowenischen Minderheit in Österreich; der Vater, ein Deutscher, war in Folge des Zweiten Weltkriegs nach Kärnten gekommen. Da er jedoch verheiratet war, heiratete seine Mutter seinen späteren Stiefvater. Peter Handke erfuhr erst als Volljähriger von seinem leiblichen Vater.

Nach dem Abitur studiert er Jura. 1966, Peter Handke hat sein Studium vor der letzten und abschließenden Prüfung abgebrochen, erscheint sein erster Roman Die Hornissen.

Handke ist als Lyriker, Essayist, Drehbuchautor und Regisseur tätig. Darüber hinaus hat Peter Handke als Übersetzer für Griechisch, Französisch und Englisch gearbeitet.

»Ein Künstler ist nur dann ein exemplarischer Mensch, wenn man an seinen Werken erkennen kann, wie das Leben verläuft. Er muß durch drei, vier, zeitweise qualvolle Verwandlungen gehen.«(2007)

Zu Peter Handke haben wir eine Autorenseite zusammengestellt mit vielen ausführlichen Informationen zu seinen Büchern, seinem Leben, Auszeichnungen, etc. : » zur Autorenseite Peter Handke

Peter Handke über ‚Wunschloses Unglück‘

„Ich vergleiche also den allgemeinen Formelvorrat für die Biographie eines Frauenlebens satzweise mit dem besonderen Leben meiner Mutter; aus den Übereinstimmungen und Widersprüchlichkeiten ergibt sich dann die eigentliche Schreibtätigkeit.“

Weiterführende Informationen

Zum Buch gibt es auch eine Ausgabe der »Suhrkamp BasisBibliothek – Arbeitstexte für Schule und Studium« mit der Erzählung sowie Kommentar und Zusatzinformationen zum Werke wie eine Zeittafel zu Leben und Werk des Autors, ausführliche Hinweise zu den literaturgeschichtlichen, historisch-politischen und ästhetischen Voraussetzungen der Erzählung, die Entstehungsgeschichte und zeitgenössische Rezeption, Literaturhinweise sowie detaillierte Wort- und Sacherläuterungen.

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  • Unsere Neuentdeckung des Monats: Mittagsstunden von Dörte Hansen

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Mittagsstunde von Dörte Hansen

    Am Beispiel eines fiktiven Dorfes erzählt die Autorin vom Strukturwandel der Landwirtschaft ab den 1960er Jahren und seine Auswirkungen auf das Leben der Bewohner bis heute. Hansens erster Roman »Altes Land« wurde 2015 zum »Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels« gekürt.

    Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es außer Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Nach einem Sprachenstudium und einer Promotion in Linguistik arbeitet sie heute als Autorin für Hörfunk und Print.

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  • Unser Taschenbuch des Monats: Das Sandkorn von Christoph Poschenrieder

    Unsere Taschenbuch des Monats:

    Das Sandkorn von Christoph Poschenrieder

    Ein Mann streut Sand aus Süditalien auf den Straßen von Berlin aus. In Zeiten des Kriegs ist solch ein Verhalten nicht nur seltsam, sondern verdächtig. Der Kommissar, der den Fall übernimmt, stößt unter dem Sand auf eine Geschichte von Liebe und Tabu zwischen zwei Männern und einer Frau. Ein Zeitbild von 1914, aus drei ungewöhnlichen Perspektiven.

    Das Buch wurde 2014 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

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