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Die störrische Braut

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Die störrische Braut

Eine turbulente Komödie um eine moderne Frau, die nicht gezähmt, sondern überzeugt werden will

Kate Battista ist frustriert. Wie kommt es eigentlich, dass sie ihrem exzentrischen Vater brav den Haushalt führt und sich um ihre jüngere Schwester Bunny kümmert, die nur Flausen im Kopf hat? Auch in ihrem Kindergartenjob gibt es immer nur Ärger. Professor Battista hat andere Sorgen. Seit Jahrzehnten widmet er sich beharrlich seiner Forschungsarbeit, nun steht er kurz vor dem Durchbruch. Wenn, ja wenn sein brillanter Assistent Pjotr nicht des Landes verwiesen wird. Die Aufenthaltsgenehmigung des Weißrussen läuft bald ab. Als Professor Battista einen Plan ausheckt, um Pjotr in Amerika zu halten, verlässt er sich wie immer auf seine ältere Tochter. Doch Kate sieht rot – und Pjotrs tollpatschiges Werben um ihre Gunst macht die Sache erst einmal auch nicht besser.

Eine herrlich turbulente Komödie um einen manipulativen Vater, eine sich heftig zur Wehr setzende Tochter und einen Bräutigam, in den sich die Braut wider Willen zu guter Letzt doch noch verliebt.

Die Frage, warum das wegen seiner Frauenverachtung bereits zu Shakespeares Zeit umstrittene Stück „Der Widerspenstigen Zähmung“ immer noch so beliebt ist („Kiss me Kate“; „10 Dinge, die ich an Dir hasse“), beschäftigt Anne Tyler schon lange: „Katharinas Verwandlung von einer selbstbewussten jungen Frau in eine lammfromme Ehegattin muss doch einen tieferen Grund haben. Den wollte ich herausfinden und die Geschichte neu erzählen.“

Pressestimmen

„Eine ganz und gar bezaubernde Liebesgeschichte, die sich in Millimeterschrittchen entwickelt, mit wunderbar feinem Humor.“ (NDR Kultur, Annemarie Stoltenberg)

„In ‚Die störrische Braut‘ muss niemand gezähmt werden. Das ist der vielleicht utopische Aspekt in Anne Tylers virtuoser Verwandlung einer Machostory in ein amerikanisches Mädchen.“ (Süddeutsche Zeitung, Alexander Menden)

„Eine freche und zugleich feinfühlige Neuinterpretation des kontroversen Shakespeare-Klassikers.“ (Buchkultur, Miriam Mairgünther)

„Es ist eine leichtfüßige, zum Teil auch heitere, witzige Familienkomödie, die Anne Tyler da erzählt.“ (Radio Bremen/Nordwestradio „Die Buchpiloten“, Inken Steen)

„‚Die störrische Braut‘ ist, was sonst, eine Liebeskomödie in Romanform, von Anne Tyler mit zarten Ironien versehen.“ (Frankfurter Rundschau, Sylvia Staude)

Leseprobe von ‚Die störrische Braut‘

Mein-Literaturkreis.de Rezension
von Literaturkreismitglied Ruth L., Baden-Baden

„… sehr gut zur Besprechung im Literaturkreis geeignet, allerdings im Zusammenhang mit dem Shakespeare-Stoff .“

Bewertung des Buches: ✮ ✮ ✮ ✮ ✰
Bewertung der Eignung zur Diskussion in Literaturkreisen:✮ ✮ ✮ ✮ ✮

Zum 400. Todesjahr von William Shakespeare hat ein renommierter Londoner Verlag das Shakespeare -Projekt ins Leben gerufen. Acht zeitgenössische Autoren haben sich daran beteiligt. Die Vorgabe war: Jeweils ein Drama Shakespeares in Romanform zu bringen.

Anne Tyler’s Buch „Die störrische Braut“ ist so eine Neuinterpretation von „Der Widerspenstigen Zähmung“. Das Stück handelt von einer jungen Frau, die gegen ihren Willen verheiratet werden soll. Das Thema “ Zwangsheirat“ passt aber nicht in unsere heutige Zeit, bzw. ist kein Stoff für Komödien. Ich war also skeptisch, was Anne Tyler daraus machen würde. Die Autorin ist normalerweise spezialisiert auf anspruchsvolle Familienromane, angesiedelt in der weißen amerikanischen Mittelschicht, im Kleinstadtmilieu.

Damit haben wir es auch hier zu tun. Kate Battista, die Hauptfigur, ist eine junge Frau Ende 20. Ihr Biologiestudium war beendet, als sie vom College flog. Nun jobbt sie eher lustlos in einem Kindergarten. Daneben führt sie ihrem Vater den Haushalt und erzieht, nicht immer mit Erfolg, ihre pubertierende Schwester. Kate’s Mutter ist vor vielen Jahren gestorben; der Vater, ein weltfremder Wissenschaftler, verkriecht sich die meiste Zeit in seinem Labor.
Aber eines Tages tritt er mit einem ungewöhnlichen Wunsch an seine älteste Tochter heran: Die Arbeitserlaubnis für seinen Assistenten Pjotr läuft ab; der aber ist unbedingt notwendig, um sein Forschungsprojekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Eine Heirat mit einer Amerikanerin würde das Problem lösen. Außerdem sieht der Vater hier die Möglichkeit, seine störrische Tochter Kate zu verheiraten. Ein anderer Bewerber ist sowieso nicht in Sicht. Also, denkt er, ein genialer Plan!
Aber Kate sieht die Sache natürlich anders. Sie ist wütend, begehrt auf und dabei wird ihr bewusst, dass sie sich zu oft ausnützen lässt. Das muss sich ändern und sie braucht endlich einen eigenen Plan für ihr weiteres Leben.
Wie in einer Screwball- Komödie entwickelt sich nun eine witzige Liebesgeschichte mit allerlei turbulenten Verwicklungen. Und am Ende zeigt sich, dass Kate nicht die brave Tochter ist, die sich den Wünschen des Vaters fügt, sondern eine selbstbewusste, junge Frau, die ihren Weg gefunden hat.

Mit viel Dialogwitz und eigenwilligen Charakteren schafft Anne Tyler eine unterhaltsame Neuinterpretation des alten Shakespeareschen Stoffes.

Das Buch ist sehr gut zur Besprechung im Literaturkreis geeignet, allerdings im Zusammenhang mit dem Shakespeare-Stoff ( unabhängig davon gibt der Roman zu wenig her). Sehr gut wäre eine Art Seminar, in dem man mindestens 3 Neuadaptionen bespricht und dabei schaut, welcher Autor dem alten Stoff am meisten abgewinnen kann.

Über Anne Tyler

Anne Tyler wurde 1941 in Minneapolis, Minnesota, geboren und ist »eine der erfolgreichsten Autorinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur« (ZEITmagazin). Sie ist Preisträgerin des Pulitzerpreises und des Sunday Times Awards für ihr Lebenswerk. 

Zu Anne Tyler haben wir eine ausführliche Autorenseite zusammengestellt: » zur Autorenseite von Anne Tyler

Über das Shakespeare-Projekt

8 Werke von Shakespeare werden von 8 renommierten Autoren neu erzählt. Dabei sind:

Howard Jacobson: Shylock (Der Kaufmann von Venedig)
Anne Tyler: Die störrische Braut (Der widerspenstigen Zähmung)
Jeanette Winterson: Der weite Raum der Zeit (Das Wintermärchen)

2017 und 2018 erscheinen:
Margaret Atwood: Der Sturm (neu erzählt)
Tracy Chevalier: Othello (neu erzählt)
Gillian Flynn: Hamlet (neu erzählt)
Jo Nesbo: Macbeth (neu erzählt)
Edward St Aubyn: König Lear (neu erzählt)

Webseite zum Buch-Projekt: www.shakespeare-projekt.de

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    Das Buch wurde 2014 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

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