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Memory Wall

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Persönliche Bewertung:
4/5 (4)

Eignung für Lesekreise:
5/5 (1)


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Memory Wall

Unser Leben, unsere Welt werden durch unsere Erinnerungen zusammengehalten. Was geschieht mit uns, wenn wir sie verlieren, und welche Möglichkeiten tun sich auf, wenn andere unsere Erinnerungen wiederbeleben können? Der 74-jährigen Alma Konachek, die in einem Vorort von Kapstadt lebt, widerfährt genau dies. Sie verliert ihr Gedächtnis. Unbekannte brechen mehrfach in ihr Haus ein, auf der Suche nach Hinweisen zu einem spektakulären Fossilienfund ihres plötzlich verstorbenen Mannes. Denn Alma hat eine Wand voller Fotos, Gedächtnisstützen, Speichermedien, in der sich irgendwo der fehlende Hinweis zu dem gesuchten Fossil befindet. In dieser lichten, wunderschönen Novelle gelangt schließlich ein Junge in den Besitz des Geheimnisses dieser alten Frau und ihres Mannes, einer Episode aus ihrer Vergangenheit mit der Macht, ein Leben zum Guten zu wenden. Der Junge reist dazu in die Karoo-Wüste und setzt sich dieser wilden Landschaft aus. Wie alle Werke Doerrs zeugt auch dieses von der Größe des Lebens – von der geheimnisvollen Schönheit der Fossilien, Wolken, Blätter – vom atemberaubenden Glück, in diesem Universum zu leben. Die Vorstellungskraft und Sprachmacht, das Einfühlungsvermögen und die Erzählkunst Anthony Doerrs sind unvergleichlich.

Pressestimmen

„Doerr ist ein Meister abrupter Szenenwechsel und rasanter Handlungsführung. Mit minimalen Strichen vermag er die Weiten von Zeit und Raum, mit gleicher Sprachökonomie die innere Welt der Akteure zu skizzieren. (…).“, Renate Wiggershaus, NZZ

„Ein kleines poetisches Kabinettstück mit großen literarischen Ambitionen“, Jochen Kürten, Deutsche Welle

„Memory Wall entwickelt sich zu einer gleichermaßen abenteuerlichen und hintergründigen Geschichte, die man mit wachsender Spannung und Faszination liest.“, Wolfgang Schneider, FAZ

„So ist dieses kleine Prosawunderwerk vieles in einem: erbarmungslos-einfühlsames Protokolleiner geistigen Dämmerung, kontrastscharfes Gesellschaftspanorama und Thriller.(…) eine fantastische Sprachschönheit.“, Hartmut Wilmes, Kölnische Rundschau

„Natürlich ist diese Novelle ein Märchen, (…) aber auch als eine philosophische Abhandlung über Gedächtnisverlust und Menschenwürde lässt sie sich lesen. Um nicht zu sagen als Gefühlsthriller.“, Gabriele Weingartner, Die Rheinpfalz

„Dieses obsessive Erzählen, das sich nicht um Regeln kümmert, erzeugt einen Zauber, dem man sich schwer entziehen kann.“, Der Spiegel

Leseprobe ‚Memory Wall‘

Über Anthony Doerr

Anthony Doerr, 1973 in Cleveland geboren, lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Boise, Idaho. Neben Erzählungsbänden wie „Der Muschelsammler“ (2007) veröffentlichte Doerr die Romane „Winklers Traum vom Wasser“ (2005) und „Alles Licht, das wir nicht sehen“ (2014), für den er 2015 den Pulitzer Prize erhielt. Der Roman, der in den USA annähernd 2 Millionen Exemplare verkaufte, wurde auch in Deutschland zu einem Bestseller, und in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Für seine Erzählungen hat Doerr bislang vier Mal den renommierten O. Henry Prize erhalten, neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er auch drei Mal den Pushcart Prize. Im Jahr 2007 wurde Anthony Doerr von der Britischen Literaturzeitschrift Granta auf die Liste der „21 Best Young American Novelists“ gesetzt.

Webseite des Autors Anthony Doerr: www.anthonydoerr.com

Auszeichnungen

  • 2014: Andrew Carnegie Medal für Excellence in Fiction and Nonfiction für Alles Licht, das wir nicht sehen
  • 2015: Pulitzer-Preis/Belletristik für Alles Licht, das wir nicht sehen

Werke

  • 2002: The Shell Collector (Der Muschelsammler. Erzählungen 2007)
  • 2004: About Grace (Winklers Traum vom Wasser. Roman 2005)
  • 2007: Four Seasons in Rome: On Twins, Insomnia and the Biggest Funeral in the History of the World. Memoirs
  • 2010: Memory Wall. Short story collection (Memory Wall. Erzählung 2016)
  • 2014: All the Light We Cannot See (Alles Licht, das wir nicht sehen 2016)

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