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Die Verwandlung
Insel Verlag
EUR 5,95

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19 Bewertungen

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Die Verwandlung

Unser Buch des Monats Februar 2015!

Zusammen mit den Verlagen Suhrkamp und Insel haben wir ein Buchpaket an einen Lesekreis verlost. Das Paket enthielt 10 Exemplare des Buches ‘Die Verwandlung’ sowie eine Biografie von Franz Kafka. Gewonnen hat der Jugend-Leseclub JuLiD aus Dreieich in Hessen, der sich in der Schul- und Stadtteilbücherei der Weibelfeldschule trifft.

Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.“ – So nüchtern beginnt Kafkas weltberühmte Erzählung über die unheimliche Verwandlung eines Menschen in einen riesigen Käfer. Unwirklichkeit und Realität vereinen sich in ihr und sind nicht mehr voneinander zu trennen.

»Du mußt bloß den Gedanken loszuwerden suchen, daß es Gregor ist. Daß wir es solange geglaubt haben, das ist ja unser eigentliches Unglück.«

Wie kaum ein anderes Stück Literatur hat ›Die Verwandlung‹ die Leser zugleich begeistert und verstört und zu verschiedensten Deutungen des vielschichtigen Textes angeregt.

Entstehungsgeschichte von ‚Die Verwandlung‘

Die Erzählung entstand 1912 – Kafka war damals 29 Jahre alt und gilt als eine der berühmtesten Erzählungen des beginnenden 20. Jahrhunderts.

Am 17. November 1912 (ein Sonntag) steht Kafka nicht auf. Er hat schlecht geschlafen und fühlt sich miserabel. In den Stunden, die er im Bett bleibt, entstehen die Grundzüge der Geschichte, die er später unter dem Titel ‚Die Verwandlung‘ verfassen wird. Am 7. Dezember 1912 hat er den Text in einer ersten Fassung beendet. Diese liest er seinen Freunden Max Brod und Franz Werfel vor. Werfel informiert seinen Verleger Kurt Wolff und dieser bietet Kafka im März 1913 eine Veröffentlichung der Erzählung an. Kafka ist jedoch mit dem Text, insbesondere mit dessen Ende, noch nicht zufrieden. Erst im Sommer 1915 wird die Erzählung in der Zeitschrift ‚Die weißen Blätter‘ erstmalig veröffentlicht. Im Dezember des gleichen Jahres wird sie dann als eigenständiges Werk in Wolffs Verlag publiziert.

Leseprobe von Die Verwandlung von Franz Kafka

Ergänzende Bücher zu ‚Die Verwandlung‘

Graphic Novel: Das Buch gibt es auch als Graphic Novel im Knesebeck Verlag. Den für das Buch angepassten Text schrieb Borbeyran, die Zeichnungen kommen von Horne.

Das Buch als Magazin enthält den Originaltext von Franz Kafka und Geschichten aus dem Alltag, die dazu passen. Informationen zum Konzept von ‚Das Buch als Magazin‘ finden Sie hier.

Diskussion zu ‚Die Verwandlung‘ und andere Werke von Kafka (BR-Alpha-Reihe Klassiker der Weltliteratur; Dauer: 15 Minuten)

Diskussionsfragen zu ‚Die Verwandlung‘ von Franz Kafka

  • „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.“ Wie gefällt Ihnen der erste Satz der Erzählung?
  • Menschen, die sich in Tiere verwandeln und umgekehrt sind ein häufiges Thema in Märchen. Denken Sie an ‚Die sieben Schwäne‘ oder ‚Der Froschkönig‘. Auf welche Weise ist ‚Die Verwandlung‘ ähnlich, inwieweit unterscheidet sich die Erzählung von diesen Märchen?
  • Kafka hatte oft das Gefühl nicht selbstbestimmt leben zu können. Wie passt dies zu der Figur eines Käfers? Gibt es vielleicht noch andere Gründe, warum der Autor gerade dieses Tier gewählt hat?
  • Hätte die Geschichte ein anderes Ende gefunden, wenn Samsa in ein weniger ekeliges Tier verwandelt worden wäre?
  • Wird, Ihrer Meinung nach, Samsa tatsächlich in einen Käfer verwandelt oder lässt sich die Verwandlung auch als Symbol oder einen Traum Samsas deuten?
  • Diskutieren Sie die Reaktionen auf Gregors Verwandlung.
    • Wie reagiert Gregor? Warum frag er sich nie, warum er verwandelt wurde? Er scheint dies sogar zu akzeptieren. Warum?
    • Wie reagiert seine Familie? Gibt es unterschiedliche Reaktionen der verschiedenen Mitgliedern der Familie?
  • Lesen Sie die Seiten nach Gregors Tod. Was passiert mit seinem Körper? Warum wird dies so wenig eindeutig beschrieben?
  • Was bedeutet die letzte Szene in der Geschichte, in der die Familie nach Gregors Tod aufs Land fährt? Warum ist diese Szene so lyrisch geschrieben im Gegensatz zum bisherigen Text, der in einem mehr beschreibenden, ‚journalistischen‘ Stil geschrieben ist?
  • Informieren Sie sich über Kafkas Leben. (Eine detaillierte Zusammenfassung finden sie weiter unten auf dieser Seite.) Wieviel der Erzählung ist autobiografisch? Was sagt das über Kafkas Leben und wie er sich selbst sah aus?
  • Es werden viele verschiedene Interpretationsansätze für die Erzählung diskutiert: Die Beschreibung vom Menschen in der modernen Welt, Theologisch – das Leid der Menschen, der Apfel als Symbol für Schuld, Marxistisch – Gregors Arbeit hat ihn entmenschlicht, Psychologisch. Welche der Ansätze finden Sie persönlich nachvollziehbar?
  • Sie haben vielleicht die Bezeichnung ‚kafkaesk‘ gehört. Nachdem Sie ein Werk von Kafka gelesen haben, was, Ihrer Meinung nach, unterscheidet seinen Stil von dem anderer Autoren?
  • Die Kurzgeschichte gilt als eine der berühmtesten Erzählungen des beginnenden 20. Jahrhunderts. Zu Recht?
  • Kafka war sich der Qualität seiner Werke nicht bewusst: Er wies seinen Freund und Nachlassverwalter Max Brod an, die vielen noch nicht veröffentlichten Texte (darunter die heute berühmten Romanfragmente ‚Das Schloss‘ und ,Der Prozess‘) zu vernichten. Nach seinem Tod hielt sich Brod jedoch nicht an den Wunsch Kafkas; er überarbeitete und veröffentlichte die Schriften. War es richtig von Max Brod, sich gegen den Wunsch von Kafka zu stellen? Wäre er als sein Freund nicht moralisch verpflichtet gewesen, dem Wunsch seines Freundes zu entsprechen? Wären Sie der gleichen Meinung, wenn Kafka durch die Veröffentlichungen nicht weltberühmt geworden wäre?

Über Franz Kafka

Franz Kafka wurde 1883 in Prag geboren, das damals zu Österreich-Ungarn gehörte.

Sein Vater Herman Kafka kam aus einfachen Verhältnissen; er arbeitete als reisender Vertreter und machte sich dann als Großhändler selbständig. Seine Mutter Julie kam aus einer wohlhabenden Familie, hatte eine gute Ausbildung und arbeitete viel im gemeinsamen Geschäft mit.
Kafka setzte sich in seinen Werken umfangreich mit dem Verhältnis zu seinem Vater auseinander; die Beziehung zu seiner Mutter stand eher im Hintergrund.

Kafka studierte Rechtswissenschaften an der Universität in Prag und schloss mit der Promotion ab. Nach einem obligatorischen Praktikum arbeitete er bei Versicherungen, von 1908 – 1922 bei der halbstaatlichen „Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt für das Königreich Böhmen“ in Prag. Seine Arbeit bezeichnete er oft als „Brotberuf“, der ihm allerdings die zeitliche und finanzielle Möglichkeit zum Schreiben bot. So arbeitete er normalerweise von 8-14 Uhr und schlief nachmittags, um dann in der Nacht zu schreiben.

Kafka hatte ein zwiespältiges Verhältnis zu Frauen. Er hatte einige Male eine Freundin, war mehrmals verlobt, heiratete jedoch nie. Seine vielen Briefe an seine Freundinnen und Tagebucheintragungen vermitteln den Eindruck, sein Liebesleben habe sich im Wesentlichen als postalisches Konstrukt vollzogen.

1917 erkrankte Kafka an einer (damals nicht heilbaren) Lungentuberkulose. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich trotz zahlreicher langer Kuraufenthalte von Jahr zu Jahr. 1923 griff die Tuberkulose auch auf den Kehlkopf über. Kafka starb am 3. Juni 1924 mit nur 40 Jahren in einem Sanatorium. Begraben wurde er auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Prag-Strašnice.

Ausführliche Informationen zu Franz Kafka

Wir haben eine ausführliche Autorenseite zu Frank Kafka erstellt, die eine ausführliche Biografie, eine Übersicht seiner Werke und Hintergrundinfos zu seiner Sprache und Nationalität, der Beziehung zu seinem Vater sowie eine Liste ergänzender Bücher zu Kafkas Leben enthält. Dort finden Sie auch ein Video sowie ein Interview mit seinem Biografen Reiner Stach.
» zur Franz Kafka-Autorenseite

  1. Ein Klassiker, der immer wieder Denkanstöße gibt.

    17. August 2014 | 23:23 | SusanneUlrikeMaria

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  • Unser Thema des Monats September 2018: Literaturverfilmung Kindeswohl

    Aktuelle Literaturverfilmungen:

    Ab 30. August im Kino: Kindeswohl

    Eine Richterin am höchsten Familiengericht, zwischen privater Ehekrise und einer lebenswichtigen beruflichen Entscheidung. Ein Junge braucht dringend eine Bluttransfusion. Doch seine Eltern und er selbst lehnen diese aus religiösen Gründen ab. Das Gericht muss entscheiden.

    Ein diskussionswürdiger Roman von Autor Ian McEwan, der jetzt ins Kino kommt! Mit Emma Thompson in der Hauptrolle.

    Wir stellen Buch und Film vor und verlosen zwei Buchpakete mit Büchern und Kinotickets an Lesekreise:
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  • Unser Autor des Monats September 2018: Ian McEwan

    Unser Autor des Monats:

    Ian McEwan

    Ian McEwan ist einer der wichtigsten zeitgenössischen britischen Autoren.

    Romane wie Abbitte, Am Strand, Kindeswohl und – sein aktuellstes Werk – Nussschale begründen seinen literarischen Ruhm.

    Mehrere seiner Bücher wurden bereits verfilmt. Am 30. August kommt nun die Literaturverfilmung von ‚Kindeswohl‘ in die Kinos.

    Wir stellen Ian McEwan ausführlich vor und verlosen zwei Buch-/Filmpakete vom Diogenes Verlag an einen Lesekreis:
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  • Unser Buch des Monats September 2018: Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

    Unser Buch des Monats:

    Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

    Das Leben des Tor Baz, der schwarze Falke, ist das verbindende Element der neun Kurzgeschichten, die uns in eine uns fremde Welt der Nomaden in das pakistanisch-afghanisch-iranische Grenzland führen. Sie erzählen von Stammesriten, dem Kampf ums Überleben und kargen Landschaften.

    Die Geschichte des Buches könnte ungewöhlicher nicht sein:
    Jamil Ahmad, geboren 1931, war pakistanischer Staatsbeamter in der Grenzregion. Anfang der 70er Jahre schrieb er den knapp 200-seitigen Text. Doch kein Verlag interessierte sich für das Manuskript. 35 Jahre später erzählt ihm sein Bruder von einem Literaturwettbewerb. Der Text erregt Aufmerksamkeit, findet einen Verleger in London. Das Buch wird für renommierte Literaturpreise nominiert und in mehrere Sprachen übersetzt. 2013 erscheint es auf Deutsch. 2014 stirbt der Ahmad.

     

    Wir stellen das Buch und den Autor ausführlich vor:
    » zum Buch

  • Unsere Neuentdeckung des Monats September 2018: Ein gutes Buch kommt selten allein – Das große Lesekreis-Handbuch von Kerstin Hämke

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Das große Lesekreis-Handbuch von Kerstin Hämke

    Was ist schöner als eine gute Geschichte? Eine gute Geschichte, die man mit jemandem teilen kann!

    Immer mehr Menschen treffen sich in Lesekreisen, um neue Literatur kennenzulernen und sich über ihre Lektüre auszutauschen. Kerstin Hämke zeigt, wie man selbst einen Lesekreis gründen kann und wie bestehende Gruppen für Abwechslung sorgen können.

    Ergänzt wird der Ratgeber durch 50 Buchtipps mit ausführlichen Diskussionsvorschlägen.

    Kerstin Hämke ist Gründerin von Mein-Literaturkreis.de, der größten Ratgeber- und Empfehlungsplattform für Lesekreise im deutschsprachigen Raum.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor:
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