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Tschick

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Persönliche Bewertung:
4,2/5 (11)

Eignung für Lesekreise:
4,5/5 (2)


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Tschick

DVD der Buchverfilmung ab 9. März 2017 erhältlich. 

Das Buch-/Filmpaket mit 3 Buchexemplaren von ‚Tschick‘, 3 DVDs sowie 3 Filmplakaten hat ein Literaturkreis aus Ratingen gewonnen, der sich bereits seit 17 Jahren trifft. 

Sie möchten in Ihrem Literaturkreis ein Buch zusammen mit der jeweiligen Buchverfilmung diskutieren? Eine tolle Idee! Zur Unterstützung haben wir spezielle Diskussionsfragen zusammengestellt: » Diskussion von Buchverfilmungen

„Ein klappriges Auto kam die Straße runtergefahren. Es fuhr langsam auf unser Haus zu und bog in die Garagenauffahrt ein. Eine Minute stand der hellblaue Lada Niva mit laufendem Motor vor unserer Garage, dann wurde der Motor abgestellt. Die Fahrertür ging auf, Tschick stieg aus. Er legte beide Ellenbogen aufs Autodach und sah zu, wie ich den Rasen sprengte. ‹Ah›, sagte er, und dann sagte er lange nichts mehr. ‹Macht das Spaß?›“
Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn.

Pressestimmen

„Man lacht viel, wenn man ‚Tschick‘ liest, aber ebenso oft ist man gerührt, gelegentlich zu Tränen. ‚Tschick‘ ist ein Buch, das einen Erwachsenen rundum glücklich macht und das man den Altersgenossen seiner Helden jederzeit schenken kann.“ Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung

„‚Tschick‘ ist ein schöner, trauriger Abenteuerroman aus dem rätselhaften deutschen Osten, der nur einen Nachteil hat: Dass er viel zu schnell zu Ende geht.“ Jörg Magenau, Deutschlandradio

„Auch in fünfzig Jahren wird dies noch ein Roman sein, den wir lesen wollen. Aber besser, man fängt gleich damit an.“ Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Leseprobe

Interview (Faz.net 2011)

Literaturverfilmung ‚Tschick‘

Literaturverfilmung-Tschick-FilmplakatTschick wurde unter der Regie von Fatih Akin verfilmt und kam am 15. September 2016 in die Kinos. Die Hauptrollen spielten Tristan Göbel, Anand Batbileg sowie Mercedes Müller.

Der Film wurde fast ausschließlich gelobt: Er sei „das perfekte Roadmovie“ (Spiegel Online), „rasant, lustig und klug“ (Der Spiegel), „grandios“ (Hamburger Abendblatt) und „glaubwürdig“ (Die Zeit) Alles „Wesentliche“ aus dem Roman sei „enthalten“ (Süddeutsche Zeitung), das „Lebensgefühl“, das die literarische Vorlage vermittelte, sei getroffen (Frankfurter Rundschau).

Weitere Infos auf der Webseite zum Film: www.tschick-film.de/#home

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Über das Buch Tschick von Wolfgang Herrndorf

Tschick wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2011 mit dem Clemens-Brentano-Preis, dem Deutschen Jugendliteraturpreis sowie 2012 mit dem Hans-Fallada-Preis. Das in über 25 Ländern erschienene Buch hatte sich bis September 2016 allein in Deutschland über 2 Millionen Mal verkauft.

Auf die Frage, warum er mit „Tschick“ einen Jugendroman geschrieben hat, antwortete Wolfgang Herrndorf in einem Gespräch mit der FAZ: „Ich habe um 2004 herum die Bücher meiner Kindheit und Jugend wieder gelesen, „Herr der Fliegen“, „Huckleberry Finn“, „Arthur Gordon Pym“, „Pik reist nach Amerika“ und so. Um herauszufinden, ob die wirklich so gut waren, wie ich sie in Erinnerung hatte, aber auch, um zu sehen, was ich mit zwölf eigentlich für ein Mensch war. Und dabei habe ich festgestellt, dass alle Lieblingsbücher drei Gemeinsamkeiten hatten: schnelle Eliminierung der erwachsenen Bezugspersonen, große Reise, großes Wasser. Ich habe überlegt, wie man diese drei Dinge in einem halbwegs realistischen Jugendroman unterbringen könnte. Mit dem Floß die Elbe runter schien mir lächerlich; in der Bundesrepublik des einundzwanzigsten Jahrhunderts als Ausreißer auf einem Schiff anheuern: Quark. Nur mit dem Auto fiel mir was ein. Zwei Jungs klauen ein Auto. Da fehlte zwar das Wasser, aber den Plot hatte ich in wenigen Minuten im Kopf zusammen.“ Im Gespräch: Wolfgang Herrndorf, FAZ vom 31. Januar 2011

Über den Autor

Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die «Titanic» gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels» und 2010 der Roman «Tschick», der zum Überraschungserfolg des Jahres avancierte.

2010 wurde bei Herrndorf ein bösartiger Hirntumor festgestellt. Er begann ein digitales Tagebuch, das Blog Arbeit und Struktur, in dem er über sein Leben mit der tödlichen Krankheit berichtete. Es erschien nach seinem Tod Ende 2013 in Buchform, wie er es sich gewünscht hatte.
Herrndorf tötete sich am 26. August 2013 in Berlin.
2014 veröffentlichte Rowohlt die Fortsetzung von Tschick aus der Sicht von Isa als unvollendeten Roman unter dem Namen Bilder deiner großen Liebe.

Auszeichnungen

  • 2004: Kelag-Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb für Diesseits des Van-Allen-Gürtels
  • 2008: Deutscher Erzählerpreis für Diesseits des Van-Allen-Gürtels
  • 2011: Nominierung für Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Belletristik für Tschick
  • 2011: Clemens-Brentano-Preis für Tschick
  • 2011: Deutscher Jugendliteraturpreis für Tschick
  • 2012: Hans-Fallada-Preis
  • 2012: Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik für Sand
  • 2012: Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft

Werke von Wolfgang Herrndorf

  • In Plüschgewittern. Roman, 2002
  • Diesseits des Van-Allen-Gürtels, 2007
  • Tschick. Roman, 2010
  • Sand. Roman, 2011
  • Arbeit und Struktur, 2013
  • Bilder deiner großen Liebe: Ein unvollendeter Roman, 2014

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    Unser Buch des Monats:

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    Irene Dische, 1952 in den USA geboren, lebt seit über 40 Jahren in Deutschland. Erst 1993 erschien ihr erster Roman. Sie ist vielseitig – sie hat neben mehreren Romanen Kinder- und Jugendbücher und einen Kriminalroman veröffentlicht und für mehrere Opern Texte geschrieben.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor – inklusive Themen für eine Diskussion im Lesekreis und Verlosung eines Buchpaketes:

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    Seit 2015 küren die unabhängigen Buchhandlungen ihr Lieblingsbuch. Dafür nominieren die Buchhändler*innen ihren Lieblingsroman aus dem laufenden Jahr und stimmen dann ab, welcher ihr Lieblingstitel ist.

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    Wir haben alle bisherigen Gewinner und die 5 Romane der Shortlist für jedes Jahr zusammengestellt – insgesamt 30 Buchtipps!

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  • Unsere Entdeckung des Monats: Die Anderen von Laila Lalami

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Die Anderen von Laila Lalami

    Driss, ein Einwanderer aus Marokko, wird in einer amerikanischen Kleinstadt vor seinem Diner-Restaurant angefahren und stirbt. Ein tragischer Unfall mit Fahrerflucht? Das Buch ist nicht nur eine Familiengeschichte und ein Kriminalroman, sondern vor allem eine Sozialstudie, deren Themen wie Migration, Intoleranz und Heimat auch für uns Europäer aktuell sind. Dabei hat Lalami einen interessanten Schreibstil gewählt, denn sie erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven.

    Laila Lalami wurde 1968 in Marokko geboren und hat in den USA promoviert. Ihr dritter Roman, The Other Americans, war erfolgreich und wurde als erster von Lalamis Romanen ins Deutsche übersetzt.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor – inklusive Themen für eine Diskussion im Lesekreis:

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  • Unser Taschenbuch des Monats: Die Parade von Dave Eggers

    Taschenbuch des Monats:

    Die Parade von Dave Eggers

    Zwei Männer werden von ihrer Firma in ein Land geschickt, um dort eine Straße fertigzustellen. Das Land erholt sich von einem Bürgerkrieg und die Straße soll den reichen Norden mit dem armen Süden verbinden.

    Die Männer könnten unterschiedlicher nicht sein – während der eine nur seinen Auftrag erledigen will, ist der andere eher an den Menschen und interessanten Erlebnissen interessiert. Doch beide Männer werden ihre jeweiligen Positionen in Frage stellen müssen, wie auch die Konsequenzen ihrer Arbeit.

    ‚Ein Hologramm für den König‘ und ‚Der Circle‘ haben Dave Eggers nicht nur weltweit bekannt, sondern seine Romane auch zur oft diskutierten Lektüre in Lesekreisen gemacht. In seinen Werken greift er oftmals aktuelle gesellschaftlich relevante Themen auf.

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