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Friedrich Dürrenmatt

Unser Autor des Monats Januar 2016!

Dank der Spende vom Diogenes Verlag konnten wir Buchpakete mit Büchern von Friedrich Dürrenmatt an Lesekreise verlosen. Die Pakete enthielten vier Romane des Autors (Der Besuch der alten Dame, Die Physiker, Der Richter und sein Henker und Justiz) sowie die große Dürrenmatt-Biografie von Peter Rüedi.

Die Buchpakete haben gewonnen: Ein Literaturkreis aus Zug in der Schweiz, der Workshop Literatur aus Immenstaad am Bodensee sowie eine Gruppe aus Canberra/Australien, die auf Deutsch liest und diskutiert, aus Australierinnen und Deutschen Frauen besteht und sich seit 25 Jahren trifft.

Mein-Literaturkreis.de und der Diogenes Verlag wünschen viel Spaß bei der Lektüre.

Über Friedrich Dürrenmatt Duerrenmatt-Friedrich

Friedrich Dürrenmatt wurde 1921 in Konolfingen bei Bern geboren. Ursprünglich wollte er Kunstmaler werden, studierte dann aber Philosophie, Naturwissenschaften und Germanistik in Bern und Zürich.

Nach dem Studium beschloss er Schriftsteller zu werden. Dürrenmatt heiratete nach Ende des Studiums. Die ersten Jahre als freier Schriftsteller waren wirtschaftlich schwierig für ihn und seine bald fünfköpfige Familie. Seine ersten (Theater-)stücke fanden wenig Aufmerksamkeit. Dann besserte sich die finanzielle Situation allmählich, besonders aufgrund von Aufträgen für Hörspiele. Seine beiden Krimis ‚Der Richter und sein Henker‘ und ‚Der Verdacht‘ wurden ab 1950 zuerst als Fortsetzungsgeschichten veröffentlicht.Die Dürrenmatts bezogen 1952 ihren dauerhaften Wohnsitz im neu gebauten Haus oberhalb von Neuenburg.

Weltweiten Ruhm erzielte er mit drei seiner Werke: 1956 mit seiner Tragikomödie ‚Der Besuch der alten Dame‘, (der überragende Erfolg ermöglichte ihm eine finanzielle Unabhängigkeit), ‚Die Physiker‘ 1962 und 1966 mit ‚Der Meteor‘, seinem persönlichsten Stück.

Später nahm Dürrenmatt als gesellschaftskritischer Autor in Essays, Vorträgen und Festreden Stellung zur internationalen Politik. Friedrich Dürrenmatt starb 1990 in Neuchâtel.

Ein ausführlicher Lebenslauf findet sich hier.

Friedrich Dürrenmatt über sein Werk

„Aber die Stoffe sind die Resultate meines Denkens, die Spiegel, in denen, je nach ihrem Schliff, mein Denken und damit auch mein Leben reflektiert werden.“

Andere über Friedrich Dürrenmatt

»Der Dialog mit Friedrich Dürrenmatt ist nicht zu Ende – er beginnt erst, und wir werden Mühe haben, in Friedrich Dürrenmatts mächtigem Schatten, ihn zu bestehen.« Walter Jens

»Dürrenmatt gehört zu den ganz wenigen Genies der Nachkriegsliteratur deutscher Sprache. Ein Meteor wie Büchner und Kafka.« Hans Mayer

»Ein Klassiker zu Lebzeiten.« Die Presse

Weitere Informationen über Dürrenmatt

Ausführliches Magazin des Diogenes-Verlags über Dürrenmatt mit vielen Artikeln; kostenlos herunterladbar

Centre Dürrenmatt Neuchâtel (CDN): www.bundesmuseen.ch/cdn/ Es wurde im Herbst 2000 oberhalb von Neuenburg / Neuchâtel eröffnet und residiert in dem Haus, in dem Dürrenmatt von 1952 bis zu seinem Tod 1990 wohnte. Neben Wechselausstellungen ist im Centre die Dauerausstellung «Friedrich Dürrenmatt, Schriftsteller und Maler» öffentlich zugänglich. Es finden regelmässig Lesungen, Konzerte, Kolloquien und Debatten statt. Das Centre wurde von Charlotte Kerr, Dürrenmatts zweiter Frau, initiiert.

Videobook: Auf Google Play und itunes lässt sich ein kostenloses Videobook herunterladen. Es zeigt Dürrenmatts bedeutenden Nachlass in mehr als 50 Minuten Videomaterial, Werkauszügen und Bildern.

Biografie: Peter Rüedi – Dürrenmatt oder Die Ahnung vom Ganzen Die erste große Biographie über Friedrich Dürrenmatt – vom Pfarrerssohn aus dem Emmental zum Autor von Weltruhm und mit Millionenauflagen, geschrieben von Peter Rüedi, einem der ausgewiesensten Dürrenmatt-Kenner.

Du-Kulturmagazin; Ausgabe 862 (12/2015) Dürrenmatt gewidmet (Preis 15 Euro / 20 CHF): www.du-magazin.com/kiosk/

Video: ‚Friedrich Dürrenmatt – aktueller denn je?‘ SRF Kultur Sternstunde Philosophie vom 13.12.2015 (Dauer: ca. 58 Minuten) https://www.youtube.com/watch?v=k37EE_-A5Eg

Interessante Informationen über Dürrenmatt

Dürrenmatt und die Kunst: Früh begann er zu malen und zu zeichnen. Er illustrierte später manches seiner eigenen Werke, verfasste Skizzen, zum Teil ganze Bühnenbilder. Seine Bilder sind in Neuenburg und in Zürich ausgestellt. Eigentlich wollte er eine Ausbildung zum Kunstmaler machen, studierte aber dann aber Philosophie, Naturwissenschaften und Germanistik. Während seines Studiums in Bern wohnte er bei seinen Eltern in einer Mansarde, die er mit großen Wandbildern ausstattete. Diese wurden später übertüncht und erst Anfang der neunziger Jahre entdeckt, freigelegt und restauriert Am 26. Juli 2000 wurde der Asteroid (14041) Dürrenmatt nach ihm benannt.

Weiterführende Bücher über Dürrenmatt

Biografie von Peter Rüedi: Dürrenmatt oder die Ahnung vom Ganzen; Leseprobe

Charlotte Kerr: Die Frau im roten Mantel; Aufzeichnungen von Dürrenmatts zweiter Frau über ihre Zeit mit ihm

Auszeichnungen

Für sein Schaffen erhielt er viele Auszeichnungen, u.a.

  • 1948: Welti-Preis für Es steht geschrieben
  • 1959: Schillerpreis der Stadt Mannheim
  • 1960: Grossen Schillerpreis
  • 1977: Buber-Rosenzweig-Medaille
  • 1969: Ehrendoktorwürde der Temple University in Philadelphia; später weitere Ehrendoktortitel in Jerusalem und Nizza.
  • 1983: Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur
  • 1986: Georg-Büchner-Preis
  • 1985: Bayrischen Literaturpreis (Jean-Paul-Preis) zur Würdigung des literarischen Gesamtwerks

Werke

Dürrenmatts Werk umfasst neben Prosa auch viele Hörspiele und Theaterstücke.

Hier sind seine Prosastücke aufgeführt, ergänzt durch die, die nach seinem Tod veröffentlicht wurden:

Prosa

  • Der Alte. Erzählung, erschienen 1945 in der Tageszeitung Der Bund. In: Aus den Papieren eines Wärters. Frühe Prosa. 1980
  • Der Richter und sein Henker. Kriminalroman, erschienen zwischen 15. Dezember 1950 und 31. März 1951 in acht Folgen im Beobachter. 1952 (Verfilmt 1975)
  • Der Verdacht. Kriminalroman, erschienen zwischen 15. September 1951 und 29. Februar 1952 als Kriminalroman im Beobachter. 1953
  • Die Stadt. Prosa I–IV. 1952 (enthält neun zwischen 1942 und 1946 entstandene Erzählungen, darunter Der Tunnel.)
  • Grieche sucht Griechin. Eine Prosakomödie. 1955 (verfilmt 1966)
  • Die Panne. Eine noch mögliche Geschichte. 1956
  • Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman. 1958; Weiterentwicklung 2. und 28. August 1985 in der Neuen Zürcher Zeitung.
  • Die Heimat im Plakat. Ein Buch für Schweizer Kinder. 1963
  • Sätze aus Amerika. 1970
  • Der Sturz. Erzählung. 1971
  • Zusammenhänge. Ein Essay über Israel. Eine Konzeption. 1976
  • Friedrich Dürrenmatt Lesebuch. 1978
  • Stoffe. 1981 (darin: Mondfinsternis); vom Autor revidierte Neuausgabe: Labyrinth. Stoffe I–III, ebd. 1990.
  • Minotaurus. Eine Ballade. Mit Zeichnungen des Autors. 1985
  • Justiz. Roman. 1985 (verfilmt 1993)
  • Der Auftrag oder Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter. Novelle in 24 Sätzen. 1986
  • Durcheinandertal. Roman. 1989
  • Turmbau. Stoffe IV–IX. 1990

Postum erschienen

  • Midas oder Die schwarze Leinwand. 1991
  • Kants Hoffnung. Zwei politische Reden. Zwei Gedichte aus dem Nachlass. Mit einem Essay von Walter Jens. 1991
  • Gedankenfuge. Essays, Erzählungen und Fragmente aus dem Nachlass. 1992
  • Das Mögliche ist ungeheuer. Ausgewählte Gedichte. 1993
  • Skizzenbuch. Engel, Teufel und so weiter. Hrsg. v. Charlotte Kerr u. Ted Scapa. 1994
  • Der Pensionierte. Fragment eines Kriminalromans. 1995
  • Gespräche 1961–1990 in vier Bänden. Hrsg. v. Heinz Ludwig Arnold. 1996
  • Briefwechsel. (Mit Max Frisch). Hrsg. v. Peter Rüedi. 1998
  • Das Nashorn schreibt der Tigerin. Bild-Geschichten. Hrsg. v. Charlotte Kerr. 2001
  • Der Schachspieler. Ein Fragment. Ill. v. Hannes Binder. 2007

Theaterstücke (Auswahl)

Dürrenmatt verfasste zahlreiche Theaterstücke; hier eine Auswahl:

  • 1947: Es steht geschrieben. Eine Komödie. – UA: 19. April, Schauspielhaus Zürich, Regie: Kurt Horwitz
  • 1947: Der Blinde. Ein Drama. – UA: 10. Januar, Stadttheater Basel, Regie: Ernst Ginsberg
  • 1952: Die Ehe des Herrn Mississippi – UA: 26. März, Münchner Kammerspiele, Regie: Hans Schweikart
  • 1956: Der Besuch der alten Dame. Eine tragische Komödie – UA: 29. Januar, Schauspielhaus Zürich, Regie: Oskar Wälterlin.
  • 1958: Es geschah am hellichten Tag – Treatment zum Film, Drehbuch von Regisseur Ladislao Vajda, mit Heinz Rühmann, Gert Fröbe, Michel Simon.
  • 1962: Die Physiker. Eine Komödie in 2 Akten. – UA: 20. Februar, Schauspielhaus Zürich. Regie: Kurt Horwitz. 1964 verfilmt von Fritz Umgelter.
  • 1966: Der Meteor. Eine Komödie in 2 Akten. – UA: 20. Januar, Schauspielhaus Zürich. Regie: Leopold Lindtberg.

Verfilmungen

Zahlreiche von Dürrenmatts Werken wurden verfilmt, teilweise sogar mehrfach. Dazu gehören: Der Besuch der alten Dame, Die Physiker, Das Versprechen (auch unter dem Titel: Es geschah am hellichten Tag), Der Richter und sein Henker, Der Wiedertäufer, Achterloo, Der Meteor, Die Panne, Die Ehe des Herrn Mississippi, Justiz, etc.. Einige Male hat Dürrenmatt selbst Regie geführt.

Foto Dürrenmatt: By Elke Wetzig (elya) (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons

  • Unsere Neuentdeckung des Monats Mai 2018: Trennung von Katie Kitamura

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Trennung von Katie Kitamura

    Unsere Testleserin war begeistert: „… ein grandioser Roman über das Ende einer Ehe und über das Abschied nehmen.“

    Katie Kitamura wurde als Tochter japanischer Immigranten 1979 in den USA geboren. Sie arbeitet als Journalistin und Autorin.

    Trennung ist ihr fünftes Buch, aber das erste, das auf Deutsch erschienen ist. Eine Verfilmung ist in Vorbereitung.

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  • Unser Buch des Monats Mai 2018: Was vom Tage übrig blieb von Kazuo Ishiguro

    Unser Buch des Monats:

    ‚Was vom Tage übrig blieb‘ von Kazuo Ishiguro

    Stevens ist Butler in einem englischen Landhaus. Würde ist ihm wichtig; sein Beruf geht ihm über alles. Leider verpasst er dadurch auch eine mögliche Liebe.

    1993 wurde der Roman verfilmt mit Anthony Hopkins und Emma Thompson in den Hauptrollen.

    Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki/Japan geboren, lebt seit seinem sechsten Lebensjahr in Großbritannien. ‚Was vom Tage übrig blieb‘ ist sein bekanntester Roman. Ishiguro erhielt 2017 den Literaturnobelpreis.

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    1972 erhielt Böll den Literaturnobelpreis. Letzten Dezember hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert.

    Wir stellen Heinrich Böll ausführlich vor und verlosen mehrere Buchpakete vom dtv-Verlag an Lesekreise:
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