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Bernhard Schlink

Unser Autor des Monats November 2016

Das Buchpaket mit fünf verschiedenen Werken von Bernhard Schlink sowie die DVDs der Literaturverfilmungen ‚Der Vorleser‘ und ‚Das Wochenende‘ hat ein Literaturkreis aus Hamburg gewonnen. Die acht Teilnehmerinnen treffen sich monatlich im LAG (Lange Aktiv Bleiben)-Senioren-Treffpunk in Altona.

Bernhard Schlink, geboren 1944 bei Bielefeld, ist Jurist und lebt in Berlin und New York. Der 1995 erschienene Roman ›Der Vorleser‹, 2009 von Stephen Daldry unter dem Titel ›The Reader‹ mit Kate Winslet, David Cross und Ralph Fiennes verfilmt, in 51 Sprachen übersetzt und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, begründete seinen schriftstellerischen Weltruhm.

Über Bernhard Schlink (ausführliche Version)
Schlink-Bernhard-Copyright-Gaby-GersterBernhard Schlink, wuchs in Heidelberg auf. Er studierte in Heidelberg und Berlin Jura. Nach Promotion und Habilitation lehrte er an den Universitäten Bonn und Frankfurt, später in Berlin. Von 1988–2006 war er Richter des Verfassungsgerichtshofs für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster. Nach dem Mauerfall 1989 wirkte er am runden Tisch an der Ausarbeitung einer Übergangsverfassung für die DDR mit.

Neben seiner Karriere als Jurist ist Schlink Schriftsteller. Als Autor für juristische Fachbücher war er bereits bekannt, als er 1987 mit seinem Freund Walter Popp den ersten Kriminalroman, Selbs Justiz, veröffentlichte, in dem sich ein Detektiv mit seiner Vergangenheit im Dritten Reich konfrontiert sieht. 1988 folgte Die gordische Schleife, 1992 Selbs Betrug, und 2001 schloss Schlink mit seinem bislang letzten Kriminalroman Selbs Mord die Trilogie um den Privatdetektiv Gerhard Selb ab.

Zu einem der erfolgreichsten deutschen Autoren wurde Schlink mit seinem in 51 Sprachen übersetzten Roman Der Vorleser (1995), den die etablierte deutsche Literaturkritik zunächst verhalten aufnahm. 1997 erschien der Roman in den USA (The Reader). Er wurde von der US-Talkmasterin Oprah Winfrey 1999 zum Buch des Monats gekürt und eroberte die amerikanischen Bestseller-Listen (u. a. als erster deutscher Roman auf Platz 1 der New York Times-Bestseller-Liste). Nicht zuletzt der Erfolg im Ausland steigerte auch das deutsche Interesse am Roman; er wurde Schullektüre. 2007/2008 wurde er von Stephen Daldry mit Kate Winslet, Ralph Fiennes und David Kross verfilmt.

Nach seinem internationalen Durchbruch legte Schlink im Jahr 2000 seinen ersten Erzählband Liebesfluchten sowie 2010 Sommerlügen vor und 2006 mit Die Heimkehr einen weiteren Roman, in dem die heutige Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus im Zentrum steht. Die aktuelle Diskussion um den Terrorismus der 70er und 80er Jahre spiegelt sich in seinem 2008 erschienenen Roman Das Wochenende wider. Mit Vergewisserungen und Vergangenheitsschuld veröffentlichte er 2005 und 2007 zwei Essaybände. 2014 erschien sein Roman Die Frau auf der Treppe, 2018 Olga. 2020 wurde sein neuester Erzählband Abschiedsfarben veröffentlicht.

Quelle: Diogenes Verlag mit eigenen Kürzungen

Pressestimmen zu Bernhard Schlink

„Bernhard Schlink gehört zu den größten Begabungen der deutschen Gegenwartsliteratur. Er ist ein einfühlsamer, scharf beobachtender und überaus intelligenter Erzähler. Seine Prosa ist klar, präzise und von schöner Eleganz.“ Frankfurter Neue Presse

Auszeichnungen

  • Autorenpreis deutschsprachige Kriminalliteratur ›Der Glauser‹ für ‚Die gordische Schleife’ (1989)
  • ›Deutscher Krimi-Preis‹ des Bochumer Krimi Archivs für ‚Selbs Betrug’ (1993)
  • ›Grinzane-Cavour-Preis‹ (Italien) für ‚Der Vorleser’ (1997)
  • ›Hans-Fallada-Preis‹ der Stadt Neumünster für ‚Der Vorleser’ (1997)
  • ›Prix Laure Bataillon‹ (Frankreich) für ‚Der Vorleser’ (Auszeichnung für den Autor sowie für den Übersetzer Bernard Lortholary) (1997)
  • Erstmals verliehener Literaturpreis der Tageszeitung ›Die Welt‹ für sein literarisches Schaffen (1999)
  • ›Ehrengabe‹ der Heinrich-Heine-Gesellschaft in Düsseldorf (2000)
  • ›Evangelischer Buchpreis‹ des Deutschen Verbandes Evangelischer Büchereien für ‚Der Vorleser’ (2000)
  • Sonderkulturpreis der japanischen Tageszeitung ›Mainichi Shinbun‹, der jedes Jahr an einen japanischen Buchbestseller vergeben wird für ‚Der Vorleser’ (2000)
  • Ernennung zum ›Chevalier dans l’Ordre de la Légion d’Honneur‹ (2001)
  • Finnischer Literaturpreis ›Eeva Joenpelto-Preis‹ der Gemeinde Lohja (2001)
  • ›Preis des German-British Forum‹ für sein Gesamtwerk (2002)
  • ›Bundesverdienstkreuz 1. Klasse‹ für ‚Der Vorleser’ (2003)
  • Koreanischer Park Kyŏng-ri Literaturpreis (2014)

Weitere Bücher von Bernhard Schlink

Belletristik (zu den unterstrichenen Büchern gibt es eigene Buchseiten; einfach drauf klicken)

Aufsätze / Essays

  • Heimat als Utopie (2000)
  • Vergewisserungen – Über Politik, Recht, Schreiben und Glauben (2005)
  • Vergangenheitsschuld. Beiträge zu einem deutschen Thema (2007)
  • Gedanken über das Schreiben. Heidelberger Poetikvorlesungen (2011)
  • Erkundungen. Zu Geschichte, Moral, Recht und Glauben (2015)
  • Unser Buch des Monats: Die militante Madonna von Irene Dische

    Unser Buch des Monats:

    Die militante Madonna von Irene Dische

    Chevalier d’Éon (1728-1810) lebte in Frankreich und England. Er war Diplomat, Spion, Fechter, Soldat, Schriftsteller – und lebte viele Jahre in Frauenkleidern. Eine schillernde, historische Persönlichkeit, die Irene Dische in ihrem Roman porträtiert. Dabei hat sie einen interessanten Schreibstil gewählt, denn d’Éon spricht im Roman die Leser*innen direkt aus seiner Zeit heraus an.

    Irene Dische, 1952 in den USA geboren, lebt seit über 40 Jahren in Deutschland. Erst 1993 erschien ihr erster Roman. Sie ist vielseitig – sie hat neben mehreren Romanen Kinder- und Jugendbücher und einen Kriminalroman veröffentlicht und für mehrere Opern Texte geschrieben.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor – inklusive Themen für eine Diskussion im Lesekreis und Verlosung eines Buchpaketes:

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  • Unser Thema des Monats: Das Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen

    Unser Thema des Monats:

    Das Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen

    Seit 2015 küren die unabhängigen Buchhandlungen ihr Lieblingsbuch. Dafür nominieren die Buchhändler*innen ihren Lieblingsroman aus dem laufenden Jahr und stimmen dann ab, welcher ihr Lieblingstitel ist.

    Bekannt gegeben wird das Lieblingsbuch 2021 der Unabhängigen am 21. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse. 2020 haben über 800 Buchhandlungen mitgemacht!

    Wir haben alle bisherigen Gewinner und die 5 Romane der Shortlist für jedes Jahr zusammengestellt – insgesamt 30 Buchtipps!

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  • Unsere Entdeckung des Monats: Die Anderen von Laila Lalami

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Die Anderen von Laila Lalami

    Driss, ein Einwanderer aus Marokko, wird in einer amerikanischen Kleinstadt vor seinem Diner-Restaurant angefahren und stirbt. Ein tragischer Unfall mit Fahrerflucht? Das Buch ist nicht nur eine Familiengeschichte und ein Kriminalroman, sondern vor allem eine Sozialstudie, deren Themen wie Migration, Intoleranz und Heimat auch für uns Europäer aktuell sind. Dabei hat Lalami einen interessanten Schreibstil gewählt, denn sie erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven.

    Laila Lalami wurde 1968 in Marokko geboren und hat in den USA promoviert. Ihr dritter Roman, The Other Americans, war erfolgreich und wurde als erster von Lalamis Romanen ins Deutsche übersetzt.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor – inklusive Themen für eine Diskussion im Lesekreis:

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  • Unser Taschenbuch des Monats: Die Parade von Dave Eggers

    Taschenbuch des Monats:

    Die Parade von Dave Eggers

    Zwei Männer werden von ihrer Firma in ein Land geschickt, um dort eine Straße fertigzustellen. Das Land erholt sich von einem Bürgerkrieg und die Straße soll den reichen Norden mit dem armen Süden verbinden.

    Die Männer könnten unterschiedlicher nicht sein – während der eine nur seinen Auftrag erledigen will, ist der andere eher an den Menschen und interessanten Erlebnissen interessiert. Doch beide Männer werden ihre jeweiligen Positionen in Frage stellen müssen, wie auch die Konsequenzen ihrer Arbeit.

    ‚Ein Hologramm für den König‘ und ‚Der Circle‘ haben Dave Eggers nicht nur weltweit bekannt, sondern seine Romane auch zur oft diskutierten Lektüre in Lesekreisen gemacht. In seinen Werken greift er oftmals aktuelle gesellschaftlich relevante Themen auf.

    Wir stellen Buch und Autor ausführlich vor und haben Diskussionsfragen zum Roman zusammengestellt:

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